Wenn's laut wird: So schützt Du deine Ohren bei Club- und Konzertbesuchen

Wenn Du gern in Clubs oder auf Konzerte gehst und laute Musik hörst, solltest Du unbedingt einen  Gehörschutz nutzen. Denn die Sinneszellen in deinem Innenohr werden viel schneller beschädigt,  als man vermuten würde: Schon ab sechs Stunden pro Woche kann laute Musik irreparable Schäden des Innenohrs hervorrufen.

 

Hier unsere Tipps:

#1. Du solltest dich nicht direkt vor den Lautsprechern aufhalten, denn hier ist die Gefahr einer Gehörschädigung am höchsten.

Es reichen schon ein paar Schritte Abstand: Bei jeder Verdoppelung der Entfernung nimmt der Schallpegel um durchschnittlich 3 bis 6 dB ab.

 

#2. Verlass doch öfter mal das Lokal, um deinen Ohren etwas Pause zu gönnen.

Denn eine Belastung mit 105 dB, so wie sie beispielsweise in Clubs häufig vorkommt, bedeutet schon nach wenigen Minuten die gleiche Gehörgefährdung wie eine mehrstündige Belastung mit 85 dB, wie sie z.B.  durch einen vorbeifahrenden Zug entsteht!

 

#3. Bei längeren Konzerten empfiehlt es sich, geeigneten Gehörschutz mitzunehmen.

Wenn Du bereits an Ohrgeräuschen oder einer Ohrkrankheit leidest, solltest Du auf einen individuellen Gehörschutz achten, der möglichst von einem Hörgeräteakustiker angepasst wurde und eine Reduktion des Schalldrucks garantiert.

 

#4. Wenn Du am Morgen nach einem Clubbesuch mit einem Summen im Ohr aufwachst, hast Du höchstwahrscheinlich ein Lärmtrauma ersten Grades erlitten.

Meist verschwinden die Geräusche wieder. Dann spricht man von einer temporären Schwellenabweichung, die auftritt, wenn man längere Zeit einem Lärmpegel von über 70–75 Dezibel (A) ausgesetzt war. Wenn das häufig passiert, kann das zu einer permanenten Schwellenabweichung führen, was deine Hörsinneszellen unumkehrbar schädigt und Schwerhörigkeit zur Folge hat.

In jedem Falle solltest Du dann einen HNO-Arzt aufsuchen, um das Gehör auf Hörschäden zu überprüfen und gegebenenfalls rechtzeitig eine Therapie beginnen zu können.

 

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Quellen:

www.deutsche-tinnitus-stiftung-charite.de/tinnitus/frage_der_woche/

Dr. med. J. Sandmann, Dr. med. M. Khan, Prof. Dr. med. H. Scherer, Prof. Dr. med. Birgit Mazurek: Tinnitus: 100 Fragen – 100 Antworten, Ein Ratgeber für Betroffene. Hamburg: Neuauflage 2016. Fragen 27 und 84.

Infos2go – Flyer der Deutschen Tinnitus-Stiftung Charité, 2017